Was ist Hypnose?

Hypnose bezeichnet sowohl die Einleitung der hypnotischen Trance als auch den Zustand an sich. In der Hypnose wird der kritische Filter umgangen und direkt mit dem Unterbewusstsein kommuniziert.

Auch im Alltag kommt es regelmäßig zu leichten hypnotischen Zustanden (Alltagstrance), z.B. spannende Filme, während denen das gesamte Umfeld nicht mehr oder nur mehr sehr eingeschränkt wahrgenommen wird, Tagträume, Kinder beim konzentrierten Spielen etc. Hypnose wird als der dritte Bewusstseinszustand definiert, der sich zwischen Wachzustand (=Vigilanz) und dem Schlaf befindet.

Wir können viele Themen oder Probleme bewusst in Angriff nehmen, jedoch: Stehen der Wille (=Bewusstsein) und der Glaube/unsere Vorstellungskraft (=Unterbewusstsein) in Konkurrenz zueinander, gewinnt mittel- bis langfristig immer der Glaube (=Unterbewusstsein). Der „innere Kampf“ kann nur durch sehr großen Energieaufwand geführt werden.

Wir müssen also mit dem Unterbewusstsein arbeiten. Das Unterbewusstsein ist in Trance besonders empfänglich, beeinflussbar und ansprechbar für bildhafte Vorstellungen, Worte und Suggestionen (eigentlicher Wirktext, der veranlasst, auch wirklich etwas zu verändern). Sie werden in diesem Zustand viel intensiver aufgenommen und erlebt. Dadurch können emotionale oder unerwünschte Programmierungen, Gewohnheiten und Verhaltensweisen aus der Vergangenheit verändert, aufgelöst oder als Ressource genutzt werden. Alle dort gespeicherten Informationen sind ganz schnell abrufbar und wir können uns an die jeweiligen Erlebnisse und Situationen erinnern, die wir für eine Veränderung benötigen. Somit sind wir in der Lage, Dinge in unserem Leben zu verändern, die im Wachzustand als unveränderbar gelten!

Die Trancetiefe

Die größten Erfolge mit Hypnose werden in einem tiefen, hypnotischen Stadium (=Somnambulismus) erreicht.

Speziell für die analytische Arbeit (=Befragung des Unterbewusstseins nach der Ursache eines Problems), benötigt man eine tiefe Hypnose. In der Tieftrance kann auch die Selbsthypnose verankert werden. Bei Erschöpfungszuständen oder beginnendem Burn-out kann alleine der tiefe, hypnotische Zustand bereits heilsam sein und zutiefst regenerierend wirken.

Mit Hilfe der Hypnose haben wir eine wunderbare und sanfte Möglichkeit, negative Glaubensmuster aufzulösen und mit positiven, neuen Vorstellungen und Zielen zu ersetzen.

Wirkung der Hypnose

Hypnose ist kein magisches Zaubermittel und der Hypnotiseur kein übermächtiger Mensch. In Hypnose werden Bilder in Ihr Unterbewusstsein assoziiert und mit positiven Emotionen verknüpft. Dadurch erhalten Sie eine positive Vorstellung davon, wie sich Ihr Ziel anfühlt und wie Sie es erreichen und leben können. Hypnose ist eine sehr wirksame Methode, um Ihren Veränderungs-Prozess zu erleichtern und zu unterstützen!

Wie fühlt sich Hypnose an?

Klienten beschreiben den Zustand in Trance als sehr angenehm.

Es kann sich ein Gefühl von Leichtigkeit oder eine angenehme Schwereeinstellen. Das Zeitempfinden in Trance kann sehr häufig verändert sein. In Trance können sich auch Ihr Herzschlag, Sauerstoffaufnahme und Blutfluss sowie die Hauttemperatur verändern. Dies kann als eine sehr harmonisierende Wirkung erlebt werden. Während Sie sich in diesem entspannten Zustand befinden, wird Ihr Unterbewusstsein unter Hypnose für Sie aktiv, indem weit reichende Veränderungen stattfinden, die Ihr Verhalten nach der Trance beeinflussen.

Hypnose ist...

  • ein tiefer Entspannungs-Zustand oder ein intensiver Erregungs-Zustand
  • ein Zustand erhöhter Konzentration auf eine einzige Sache
  • ein alltäglich vorkommender Zustand, z.B. leichte Trance bei einem fesselnden Film
  • ein veränderter Bewusstseinszustand
  • ein Zustand, in dem das Unterbewusstsein erhöht ansprechbar ist (erhöhte Suggestibilität)
  • ein Zustand, in dem geistige Programme verändert werden können
  • ein Zustand, in dem bei entsprechender Suggestion, hypnotische Phänomene auftreten können

Was Hypnose NICHT ist…

  • Schlaf
  • Bewusstlosigkeit
  • Machtlosigkeit
  • Willenlosigkeit

Bei wem funktioniert Hypnose?

Bei jedem, der sich darauf einlässt! Viele Menschen glauben, dass Hypnotisierbarkeit mit Leichtgläubigkeit oder Naivität gleichzusetzen ist. Ihrer Ansicht nach sind labile Menschen am einfachsten zu hypnotisieren. Fakt ist jedoch, dass mit steigender Intelligenz und Kreativität die Hypnotisierbarkeit zunimmt.

Welche Gefahren birgt Hypnose?

Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass man in Hypnose stecken bleiben kann. Und das sind auch wirklich nur Gerüchte. Genauso wenig, wie wir im Schlaf stecken bleiben, können wir auch nicht in Hypnose stecken bleiben! Hypnose würde sich immer selbst auflösen oder in Schlaf übergehen, selbst wenn der Hypnotiseur einfach den Raum verlässt und nicht mehr zurückkommt.

Manche Klienten haben die Befürchtung, dass sie während der Hypnose immer die Warheit sagen müssen. Dies stimmt ebenfalls nicht, da während der Hypnose auch gelogen werden kann.

Nichts, was Ihren Werten widerspricht, kann vom Hypnotiseur suggeriert werden. Dies würde zu einer sofortigen Beendigung der Trance führen. Auch in tiefer Hypnose ist Ihnen zu jeder Zeit voll bewusst, was gerade geschieht. Oftmals mögen Sie sich im Trancezustand wundern, warum Sie gerade so und nicht anders geantwortet haben, oder wie sie ausgerechnet auf diese ausgefallene Idee gekommen sind. Aber das liegt daran, dass in der Hypnose Ihr Unterbewusstsein die Führung übernimmt und das sonst so dominante Bewusstsein in den Hintergrund tritt. Hypnose ist ein veränderter Bewusstseinszustand, in welchem das Unterbewusstsein (der eigentliche Motor und Motivator des Menschen) besser ansprechbar ist. Es braucht dazu in erster Linie eines, nämlich Rapport.

Rapport nennt man in der Hypnose das gegenseitige Vertrauensverhältnis zwischen Hypnotiseur und Hypnotisand. Beide müssen die Hypnose wollen, beide müssen sich einig sein über die Ziele der Sitzung, und vor allem muss der Hypnotisand darauf vertrauen, dass der Hypnotiseur die nötige Kompetenz besitzt.